Presse

 

„Die 42. Sonate von Joseph Haydn in D-Dur (...) ist so leicht (...) und doch so schwer, dass sie nur die größten Pianisten, etwa Alfred Brendel, Glenn Gould und Vladimir Horowitz spielen. Arturo Jamardo schloss sich mit einer ungemein geistvollen Interpretation diesen Großen an. Es war geradezu atemberaubend, zu hören, mit welcher halsbrecherichen Offenheit Jamardo Haydn spielte.“

 

Süddeutsche Zeitung – 1998

 

 

„ (Bei Jamardo) ereignet sich auch in Tschaikowskys konditionell höchst anspruchsvoller G-Dur-Sonate keine schweißtreibende Abfertigung brillanter Passagen: Stets ist dieser Pianist auch sensibler Interpret, der poetische Zwischentöne frei legt. (...) Schon der massiv akkordische Beginn des ersten Satzes wirkt hier wohltuend entschlackt, offenbart klug gestrafft ein zwingendes dramatisches Konzept: Immer denkt Jamardo in größeren Zusammenhängen, verliert auch im rhapsodisch frei gestalteten Seitenthema nie die formale Übersicht (...)“

„Vor allem Haydns selten gespielte D-Dur-Sonate offenbart so ungeahnte Kostbarkeiten, eine Fülle der Details leuchtet hier dem staunenden Zuhörer entgegen. Tief hört Jamardo im Kopfsatz in die Musik hinein, bewegt sich tastend, quasi improvisierend, vorwärts. Immer wirkt dieser freie Ansatz natürlich empfunden, trotz verfeinerter Klangkultur (...)“

„Auch in Liszts Harmonies poétiques et religieuses werden Arabesken bis in die Verästelungen ausgehört (...), wird den Exzentritäten und expressionistischen Kühnheiten dieser fantastischen Improvisation (...) überzeugend nachgespürt. Nie fällt Jamardo vordergründiger Brillanz anheim, wenn er Liszts religiöse Ekstasen glühend in den Raum schickt. Auch die ausgewählten Stücke von Villa-Lobos’ Ciclo Brasileiro überzeugen durch verdekctes Feuer. Im rhythmisch profilierten Festa no Sertão (...) brennt Jamardo den seltsam klirrenden Mittelteil kalt glühend in den Flügel, wirkt immer elegant, wenn er in den Impressões Seresteiras seinen melancholischen Erzählfaden spinnt (...)“

 

Süddeutsche Zeitung – 1999

 

 

„Alexander Skrjabins 5. Klaviersonate - ein Wahnsinn, Arturo Jamardos Wiedergabe - atemberaubend (...) Man kann Jamardo für diese engagierte Leistung (...) nur – sprachlos - bewundern (...)“

 

Süddeutsche Zeitung - 2000

 

 

„Die Konzertreihe der ‚Lunes de Radio Nacional’ eröffnete ihre diesjährige Saison mit großem Erfolg (...) Der gestrige Abend war dem lateinamerikanischen Virtuosentum gewidmet. Zu hören war der brasilianische Pianist Arturo Jamardo, ein Künstler von Rang, fähig, die großen Schwierigkeiten der pianistischen Literatur – im Werk Franz Liszts zum Beispiel – zu bewältigen. (...) Viel Beifall für Arturo Jamardo sowohl für seine großartige Leistung als auch für sein interessantes Programm.“

 

De Musica, Madrid

 

 

„Ein Konzertprogramm (...) war am Mittwoch Abend in der ‚Sala Bossi’ zu hören, gespielt von dem Pianisten Arturo Jamardo im Rahmen der ‚Serate Musicali’. (...)

[Jamardo], der sich im ersten Teil des Programms (...) mit großem Elan zwei ‚Transzendentalen Etüden’ von Liszt widmete, erreichte einen regelrecht entfesselnden Höhepunkt mit der Musik seiner Landsleute, mit der er das Publikum durch Klangfülle und sein explosives Pianistentum im Sturm eroberte.“

 

Cronaca di Bologna, Italia

 

 

„In der Sonate ‚Les Adieux’ von Beethoven ist es Jamardo durch durchdachte Interpretation der Phrasen gelungen, den Inhalt des Werkes zu vermitteln. Auf ‚L’Absence’ trifft dies besonders zu; hier kamen seine Phantasie und sein musikalisches Einfühlungsvermögen zum Vorschein.“

 

Correio do Povo, Brasilien

 

 

„Der Ernst seines Interpretationskonzeptes und sein Einfühlungsvermögen für strukturelle Aufteilung waren die hervorragenden Merkmale seines Vortrages.“

„Im Vortrag von Bach zeigte Arturo Jamardo in ausgewogenen Tempi und einer durchsichtigen Klangfülle, dass er den poliphonen Stil des Kantors von Leipzig vollkommen in sich aufgenommen hat. (...) Einen Beweis seines kraftvollen Temperamentes gab er mit der Aufführung von Werken von Villa-Lobos und Chopin.“

 

Diários Associados, Brasilien

 

 

„ (...) Mittelpunkt des ersten Teils waren kleine, unvirtuose Stücke, vornehmlich aus Liszts später Zeit. Die ‚Consolations’ bot Jamardo mit nuancenreichem, singendem Ton, stellenweise quasi impressionistisch, mit Distanz im Ausdruck und damit der Gefahr der Sentimentalität nicht erliegend. (...) Jamardo gelang auch hier [Sonate von Alberto Ginastera] eine stringente Darstellung. Zuletzt und alles in allem hatte man den Eindruck gewonnen, einen künstlerisch sehr redlichen Mann gehört zu haben, der noch von sich reden machen könnte.“

 

Kölner Stadt-Anzeiger

 

 

„ (...) Das staunende Publikum erlebte einen Klaviervirtuosen großen Stils. Er [Jamardo] begann mit der Partita in B-Dur von Joh. Seb. Bach. Es war gut, dass dieses Stück am Anfang stand, an dem er sogleich die künstlerichen Vorzüge seines Spiels demonstrieren konnte: deutliche Linienführung und überaus differenziert glasklare Tongebung. (...) Die abschließende Gigue lief mit perlender Akkuratesse dahin.“

„In ‚Funérailles’ und ‚Bénédictions’ [von Liszt] erwies sich Jamardo als der Meister des schönen Klangs, der die zarten Töne der Wehmut und der klagenden Erinnerung aufklingen ließ. In ‚Mazzeppa’ (...) baute er ein großartiges Klanggewölbe auf, das mit seinen vollgriffigen Sturzbächen eine unwahrscheinliche Technik und Kraft voraussetzte.“

 

Alzeyer-Anzeiger

 

 

„ (...) Zum diesjährigen Saisonbeginn hatte man den brasilianischen Pianisten Arturo Jamardo eingeladen, einen Künstler voller Temperament und raumsprengender Wirkung, dessen Drang zum Expressiven nicht zu überwehen war. (...) Liszts ‚Funérailles’ (...) waren Vorbereitung auf jenes leidenschaftlich furiose Klangbild ‚Mazzeppa’. Er riss das Publikum in die Welt des bombastisch veräußerten, raffiniert-effektvollen musikalischen Ausdrucks. Mit Temperament ließ Jamardo die Funken sprühen, meißelte er bis zum Exzess alles heraus, was möglich war, und setze die Ausrufungszeichen wie Liszt es gewollt.“

 

Rheinzeitung

 

 

„Die 2. Sonate in g-moll op. 22 zeigte sich, bei Arturo Jamardo, in sehr guten Händen. Der romantische Ausdrucksgestus und Klangstil, in der stürmischen Exaltation oder im wilden Charakterstück ebenso wie in feingliedriger, innig melodiöser Romanze sich äußernd, lag dem Künstler ausgesprochen und gleichfalls dann die durchaus eindrucksvollen Trauer-Manierismen und –Heroismen der Liszt’schen ‚Harmonies poétiques et religieuses“.“

 

General-Anzeiger, Bonn

 

 

„Den brasilianischen Pianisten Arturo Jamardo kennen wir von einem Klavierabend als fulminanten Techniker, als guten Interpreten von Musik, die vom rhythmischen Impuls lebt.“

„Sein Können hat erhebliche Grade erreicht. Es war erstaunlich, mit welcher Andacht, Liebe und Sorgsamkeit er sich in die Sonate As-Dur Opus 110 von Beethoven einfühlte.

„ (...) Die Schilderung eines turbulenten Festes aus dem „Brasilianischen Zyklus“ von Villa-Lobos fegte dank der hervorragenden Technik des Künstlers wie ein Wirbelsturm daher.“

 

Der Tagesspiegel, Presse

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